Sumpfgladiole
Teichpflanze des Monats März 2025
Jetzt im März schauen die ersten grünen Spitzen der Sumpf-Gladiole aus dem Boden. Später dann im Hochsommer leuchten die purpurroten Blüten weithin sichtbar. Es ist schon ein faszinierender Anblick, eine große Wiese mit hunderten blühenden Exemplaren dieser einheimischen Wildstaude bewundern zu können. Die Königsbrunner Heide bei Augsburg ist eine der wenigen Plätze in Mitteleuropa, wo man diese Massenblühte bestaunen kann. Tatsächlich ist Gladiolus palustris - die auch Sumpf-Siegwurz genannt wird - ein rein europäisches Florenelement. Der Schwerpunkt der Verbreitung liegt dabei in Südosteuropa. In den drei deutschsprachigen Ländern besitzt er hohe Schutzpriorität und gilt als mindestens „stark gefährdet“. Dafür sind die Zerstörung seiner Lebensräume sowie Nutzungsänderungen verantwortlich. Konkret wären da Überdüngung von Wiesen, Trockenlegung von Mooren und Quellzonen, Absenkung des Grundwasserspiegels, zu frühe Mahd vor der Samenreife sowie die Verbuschung und Bewaldung der Standorte zu nennen.
Die Sumpfgladiole wächst vor allem in sonnigen kalkigen Flachmooren, Pfeifengraswiesen und Halbtrockenrasen. Aber auch halbschattige Biotope wie Moorwälder, am Rand von Gebüschen und Pfeifengras-Kiefernwälder werden – wenn auch nur dünn – besiedelt. All diesen Standorten ist ihr nährstoffarmer – insbesondere stickstoffarmer – Boden gemeinsam. In Bezug auf den Wasserhaushalt ist der Sumpf-Siegwurz nicht ganz so anspruchsvoll. Wechselfeuchte bis frische Böden werden bevorzugt. Lediglich dauernasse Plätze sind ungeeignet, denn dann verfaulen die Knollen dieser seltenen Wildstaude.
Die Blüten von Gladiolus palustris sind nicht nur prächtig, sondern auch nektarreich. Sie locken zahlreiche Hummelarten als wichtige Bestäuber an.


